Phantastischer Rundumblick hoch über Frankfurt

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Sonnenschein, 25 Grad und eine ideale Weitsicht nicht nur der Referenten, sondern auch vom Tower 185 aus, waren ideale Voraussetzungen für die Sommerveranstaltung der Arbeitsgemeinschaft deutscher Immobilienjournalisten, des immpresseclub e. V., am 22. Mai 2014 im Maritim in Frankfurt. Schwerpunkt-Themen waren Perspektiven von Wohnimmobilien AG’s, Bildung sowie die Spezifika der Kundenbetreuung beziehungsweise Anlagestrategien von Multi Family Offices und Privatbanken.

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Die einleitenden Worte des Vorsitzenden des immpresseclub, Werner Rohmert, machten deutlich, dass sich die Branche in einem transformatorischen Umfeld befindet, das die Journalisten der Immobilien- und Kapitalanlageszene doppelt trifft. Die Immobilienwirtschaft befindet sich im Umbruch. Die Verlags- und Medienlandschaft gleichfalls.Der Großteil der Immobilienkapitalanlage orientiert sich immer mehr in Richtung semi- und professioneller Investoren wie Pensionskassen, Versicherungen, Stiftungen und Family Offices. Diese medial eher scheuen Investorengruppen, sorgen auch in der Medienlandschaft für Konsolidierung. Die institutionelle Konzentration trifft auch die früher eher mittelständische Gewerbeimmobilien-Szene. Sofern jedoch Schäuble mit seiner Idee, Werbung für Publikumskapitalanlagen nur noch in Fach- und spezifischen Wirtschaftsmedien zuzulassen, fortschreitet, könnte das für Entlastung sorgen.

Die Referenten der Tagung waren Rolf Buch, Vorstandsvorsitzender Deutsche Annington Immobilien SE, Klaus Leuchtmann, Vorstandsvorsitzender EBZ Business School GmbH, Klaus Oberfuchshuber, Direktor Merck & Finck & Co. Privatbankiers und Reimund Schulz, Geschäftsführer Famos Immobilien GmbH.

Den Anfang bildete die Besichtigung des Tower 185 in unmittelbarer Nähe zum Maritim auf Einladung der Strabag und CA Immo, die das Objekt der- zeit im Portfolio halten. Der Tower, der übrigens nicht 185 Meter sondern 15 Meter höher ist, ist seit 2011 Teil der Skyline von Frankfurt und bildet zusammen mit dem Messeturm die äußere Spitze des Hochhausrahmenplans der Stadt. Hauptmieter ist PwC, die dort den gesamten Sockel sowie die oberen Stockwerke mieten. Vom Kellergeschoss mit Sprinkleranlage und Brandschutzsteuerung bis zur Dachterrasse konnten die Journalisten und Gäste einen Einblick in den Betrieb eines Hochhauses bekommen.

Vorstandsvorsitzender der Deutschen Annington, Rolf Buch, gab ein Plädoyer für die deutsche Wohnimmobilienaktie ab. Er bat um eine neue Sichtweise beim Blick auf deutsche Wohnimmobilien. Allerdings gab er zu, dass die Wohnungswirtschaft, wenn sie in der Telekommunikationsbranche wäre, wohl kaum Überlebenschancen hätte. Buch, der zuvor als Konzernvorstand mit über 60.000 weltweit tätigen Mitarbeitern Denken in Prozessen gewohnt war, richtet das Management der Deutschen Annington neu aus.

Reimund Schulz, GF der Famos Immobilien GmbH, ein Multi Family Office, das ursprünglich das Vermögen der Familie Otten verwaltete, investiert seit 1959 in Immobilien, deren übergeordnetes Ziel ist es, das Familienvermögen dauerhaft zu erhalten und weiterzuentwickeln.

Der demografische Wandel lässt auch die Personalentwicklung in der Immobilienbranche nicht kalt. Viele Unternehmen werden sich mit Fachkräftemangel und zunehmender Professionalisierung beschäftigen. Vorsitzender der EBZ Stiftung, Klaus Leuchtmann, stellte dar, wie die Bochumer Hochschule auf diese Entwicklung reagiert.

Zum Abschluss berichtete Klaus Oberfuchshuber von der Privatbank Merck Finck über die Portfolioallokation der Kunden einer Privatbank.

Text: André Eberhard, Chefredakteur „Der Immobilienbrief“
Fotos: Re v. Schönfels de Belleroche

Kurzversion aus „Der Immobilienbrief Nr 322“

Die Verbandstagung der Immobilienjournalisten in Berlin

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immpresseclub e. V. wählte neuen Vorstand

Rund 40 Journalisten der Immobilienwirtschaft trafen sich am Donnerstag/Freitag zur winterlichen Tagung des immpresseclub e. V.

Unter der Drohung eines Wetter- und Verkehrs-Chaos durch Orkan Xaver reisten alle Referenten mutig an. Und es gab keine Ausfälle. Die Referenten des Tages waren Christian Bruch, Bundesgeschäftsführer BFW zum Thema „Politik und Wohnen“, Professor Dr. Hanspeter Gondring, Studiendekan der DHBW Duale Hochschule Baden Württemberg, zum Thema: „Zukunft Immobilie – Meilensteine und Herausforderungen an die Immobilienwirtschaft“, Dr. Andreas Link, Projects Director, METRO Properties zu „Herausforderungen an Handelsimmobilien“, Dr. Holger Sepp, Co-Head Deutschland der CACEIS Bank Deutschland, „Über die zunehmende Bedeutung von Immobilien als indirekte Kapitalanlage und die Rolle der Verwahrstelle für offene und geschlossene Fonds“, Klaus-Jürgen Sontowski, Gründer der sontowski & partner Group zum Thema: „Finanzierungsstrategien eines mittelständischen Immobilienunternehmens“.

Die Zusammenfassung der Vorträge lesen Sie im immobilienbrief Nr. 311 und dann folgend in der letzten Ausgabe des Jahres.

Neues Vorstandsmitglied: Nach dem Ausscheiden von Peter Horn, dem ehemaligen Ressortleiter Immobilien, der Süddeutschen Zeitung, wurde Michael Psotta, verantwortlicher Redakteur für den Immobilienteil der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ), einstimmig neu in den Vorstand des immpresseclub gewählt.

Die Jahres- Hauptversammlung des im immpresseclub e. V. bestätigte mit absoluter Mehrheit, den Herausgeber von „Der Immobilienbrief“ beziehungsweise Immobilienspezialist von „Der Platow Brief“, Werner Rohmert, als Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Immobilienjournalisten.

Frank Peter Unterreiner, Immobilienbrief Stuttgart und FAZ- Immobilienbeilagen, wurde ebenfalls als Vorstand bestätigt.

Text: André Eberhard, Marion Götza, Fotos: Re de Belleroche

(v.l.n.r.) Michael Psotta, verantwortlicher Redakteur für den Immobilienteil der FAZ und Werner Rohmert; Dr. Andreas Link, Projects Director METRO Properties; Frank Peter Unterreiner, Immobilienbrief Stuttgart und Stefanie Creutz, Redaktionsbüro
(v.l.n.r.) Michael Psotta, verantwortlicher Redakteur für den Immobilienteil der FAZ und Werner Rohmert; Dr. Andreas Link, Projects Director METRO Properties; Frank Peter Unterreiner, Immobilienbrief Stuttgart und Stefanie Creutz, Redaktionsbüro
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(v.l.n.r.) Empfang im Hilton; Klaus-Jürgen Sontowski, Geschäftsführer sontowski & partner Group und Werner Rohmert; Marion Götza, Der Immobilienbrief und Jürgen Krolkiewicz, Wohnungswirtschaft-heute.Technik

immpresseclub-Treffen

Bei der Sommertagung des immpresseclub in Frankfurt, am 13. Juni 2013 im Hotel Maritim, war die Szene der deutschen Immobilienmedien und der Immobilien-Kollegen der großen Publikumsmedien annähernd vollständig vertreten.

Der Themenbogen der Referenten, die der Vorsitzende des immpresseclub e.V., Werner Rohmert, präsentierte, reichte vom Spannungsfeld der Immobilienbanken zwischen Staatsschuldenkrise, Regulierung und weltweiter Konjunkturabschwächung mit dem Vorstandsvorsitzenden der Aareal Bank AG, Dr. Wolf Schumacher, über Eckwerte des deutschen Energieverbrauches und der Möglichkeit der Energiewende mit Prof. Dr. Hanns- Ferdinand Müller, Vorstandssprecher der RWE Vertrieb AG, über die Auswirkung von Niedrigzins und Risiko-Scheu auf aktuelle Trends bei Immobilieninvestments von Reinhard Mattern, Geschäftsführer iii-investments, hin zu Problemen bei der Realisierung von Großprojekten mit dem Haushaltsspezialisten Robert Scholl, Ministerialdirektor a. D., zuletzt GF VerkehrsInfrastruktur- FinanzierungsGesellschaft und zur Frage, wann die Stadt ohne Handel komme, von Stephan Jung, Vorstandsvorsitzender des German Council of Shopping Center. In die Aufgabenvielfalt eines Wohnungs-Verbandes führte Dr. Lutz Wentlandt, Geschäftsführung des BFW Landesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen BW e.V., ein.

Wer alles lesen möchte, findet den kompletten Artikel im Immobilienbrief.

Text: WR „Der Immobilienbrief“, Fotos: Ré de Belleroche

Traditionelle Winterveranstaltung des Immpresseclub in Berlin

Trotz Schneechaos in Berlin fanden am 6. Dezember 2012 wieder ca. 50 Immobilien-Journalisten den Weg ins Berliner Hilton zur traditionellen Winterveranstaltung des immpresseclub e.V. Nachdem dem vormittaglichen Vortrag von Fachanwalt Phillip von Mettenheim zum Presserecht widmeten sich die Teilnehmer dem fachlichen Schwerpunkt: „Mit welchen Immobilien kann man heute noch Geld verdienen.“

Werner Rohmert und Wolfgang Egger (Patrizia)
Werner Rohmert und Wolfgang Egger (Patrizia)

Eröffnungsredner Wolfgang Egger (siehe Foto), Chef und Gründer der Patrizia mit „Bau, Steine, Erde“-Herkunft machte bei seinem Erstvortrag vor breitem Publikum deutlich, dass es heute mehr denn je darauf ankomme, nicht nur Teilbereiche des Immobiliengeschäfts abzudecken, sondern sich als Allrounder im „Haifischbecken“ zu beweisen. Gerade die Übernahme der LB ImmoInvest habe gezeigt, dass die vertikalen Strukturen seines Unternehmens bestens in die heutige Immobilienwelt passen. Investoren wollen heute vor allem Vertrauen. Egger sieht sich selbst als Krisengewinner. Bei Börsengang noch Prügelknabe der Branche, ist die Patrizia mittlerweile ein angekommener, ernstzunehmender Player auf Expansionskurs. Interessant aus Journalistensicht und späteres Gesprächsthema war, dass der Mann, der den größten Immobiliendeal des Jahres verbuchen konnte, das noch nicht einmal für erwähnenswert hielt.

Ähnlich bescheiden zeigte Peter Groner, Aufsichtsratsvorsitzender der ZBI Zentral Boden Immobilien AG, der sich in über 30 Jahren ausschließliche Kernkompetenz in deutsche Wohnimmobilien erarbeite, das „Machbare“ auf. 4 bis 5% laufende Rendite sind im professionellen Geschäft möglich. Ziel sei es, das Gleiche noch einmal über Handel zu erzielen. Im Einkauf läge der Gewinn, aber Opportunities gäbe es anders als zu Beginn des Jahrtausends heute nur noch sehr selten. Bonität, Professionalität, schnelle Entscheidungen, gutes Einkaufsimage und Marktpräsenz machen heute den Gewinn aus.

Seine Fonds liefen auch in der Krise gut. Die laufend marktangepasste und kontinuierlich neu vermietete Wohnimmobilie ist schließlich die einzige echte Core-Immobilie, die es gibt. Erst kürzlich konnte man einen kompletten Fonds an die GSW veräußern und die Versprechungen an die Anleger einhalten. Seinen Mieter zu kennen, ist gerade im Wohnungsgeschäft offenbar ein wichtiger Aspekt.

Im anschließenden Vortrag von Prof. Dr. Stephan Bone-Winkel, BEOS, wurde deutlich, dass der (Nach-) Mieter bestimmt, was „Core“ ist, nicht der Investor oder Projektentwickler. Auf der Gewerbeseite gibt es Investmentchancen dort, wo der Nutzer den Markt bestimmt. Und das muss nicht immer die Core-Lage sein, wie sie in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Das monetäre Drama der echten Core-Immobilie „T11“ in Frankfurt, dem einzigen deutschen Gebäude mit einem Mietvertrag von über 100 DM rechnete Bone-Winkel vor. Fazit: Core werde vor allem durch den Nutzer bestimmt.

Insofern habe BEOS ausschließlich „Core-Lagen“ im Portfolio, auch wenn Investoren beim Blick auf die Portfoliolandkarte oftmals „überrascht“ seien und Core wohl anders definierten. „Wir sind von Standorten überzeugt, an denen unser Mieter keine andere Möglichkeit hat, als bei uns zu mieten“, so das Credo von Bone-Winkel. Hochwertige Mieter, die jeden Investor begeistern, die aber immer auf der Suche nach der besten Immobilie seien, wie z. B. KPMG, Ernst & Young, Price Waterhouse Coopers und viele ähnlich anspruchsvolle Mieter hält Bone-Winkel für die modernen Mietnomaden von heute. Zum Auslauf des Mietvertrages sind sie immer auf der Suche nach dem dann besten und flächenmäßig passenden Gebäude.

Bone-Winkel machte deutlich, dass die Wertentwicklung einer klassischen Core-Immobilie auch nicht vom Zins abhängig ist. Während Bonds seit Jahren niedrigere Verzinsungen zeigen, hat sich die deutsche Immobilie in seiner Renditeerwartung relativ stabil gezeigt. Entsprechend wirkt sich der drastische Mietverfall direkt auf den Immobilienwert aus. Dabei sei auch noch zu berücksichtigen, dass eine 20 Jahre alte Immobilie eher ein Sanierungsfall sei und keinesfalls in einer Anschlussvermietung heutige Neubaumieten erreichen würde. T11 sei genau alle 20 Jahre total entkernt worden. Die Nachkalkulation schon der Nominalwerte führt Gebäudewertsteigerung und Inflationsschutz ad absurdum. Realentwicklungen liegen noch einmal 35% darunter.

Wie Projektentwicklung abseits des Mainstreams funktionieren kann, zeigten Dr. Bodo Küpper und Sohn Thilo. Die Wuppertaler Projektentwickler versuchen aus dem multikulturellen Arbeiterviertel und „Industriebrache“ Wuppertal-Arrenberg mit viel Liebe zur Stadt wieder die einstigen blühenden Landschaften der Nachkriegszeit zu zaubern – allerdings auf heutige Bedürfnisse angepasst. Mit Erfolg: Seit Neuaufstellung der politischen Landschaft Wuppertals verzeichnet die Stadt seit zwei Jahren wieder Bevölkerungswachstum. immpresseclub-Vorsitzender Werner Rohmert hatte sich als Wuppertaler im Vorfeld die Projektentwicklungen angeschaut. Hochachtung hat er vor der Vision, eine 20 Jahre leerstehende rote Backsteinruine in ein modernes Wohn- und Büroumfeld zu verwandeln, das dann noch neue Mietmaßstäbe in Wuppertal setzt.

Neben dem Fachlichen spielten bei der Veranstaltung aber leider auch Interna eine Rolle. Der Tod der FTD dürfte für viele anwesende Journalisten eine schmerzliche Auslastungs- und Image-Lücke hinterlassen. Auch für die Branche wird mit der FTD ein Fachblatt fehlen. Die FTD war auch das Medium, das externe Immobilien- und Fonds-Kompetenz umfangreich einkaufte.

immpresseclub-Interna: Nach den Vorträgen fand wie immer die Hauptversammlung des immpresseclubs statt. Der Verein entwickelt sich stabil. Inzwischen dürfte er Repräsentativitätsansprüche erfüllen. Wachsende Mitgliederzahlen zeigen Interesse und Branchenwachstum auf.
Bei den Wahlen wurden alle Vorstandsmitglieder bestätigt. Werner Rohmert, „Der Immobilienbrief“/“Der Platow Brief“, bleibt Vorstandsvorsitzender, Peter Horn, bis vor kurzem „Immobilien-Chef“ der Süddeutschen Zeitung, und Frank-Peter Unterreiner, FAZ und Immobilienbrief Stuttgart sind weitere Vorstände. Auch Schatzmeister Robert Scholl und Kassenprüfer Nikolaus von Raggamby bleiben im Amt. I

Im nächsten Jahr trifft sich der immpresseclub am 13.6. wahrscheinlich in Frankfurt und am 5. Dezember wie immer in Berlin. (AE/WR)

Von Kirchen, Parkhäusern und Euro-Krise

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Die  Sommerveranstaltung des immpresseclubs, am 31. Mai 2012, spannte auch diesmal einen breiten Bogen der Themen und Referenten. 40 Immobilienjournalisten waren nach München gekommen. Der Reigen der Referenten reichte von IVG-Vorstandsvorsitzendem Professor  Wolfgang Schäfers mit „IVG-Thema“ über einen der renommiertesten Schweizer Bankökonomen, Dr. Jan Amrit Poser, zum Euro-Thema aus Schweizer Sicht, Oliver Porr als VGF-Präsident zur Zukunft Geschlossener Fonds bis zu den Spezialthemen „Parkhäuser“ mit Thomas Grüttner und Denkmalschutzinvestitionen in Sakralbauten mit Georg Wilms.

Die „Überraschungssieger“ des Tages im Referentenranking waren die Sonderthemen „Immobilie Parkobjekt“ von Q-Park Managing Director Thomas Grüttner und „Die Sakralimmobilie – „Vom Kulturgut zum Wirtschaftsgut?!“ von Georg Wilms, GF der Schleiff Denkmalschutzentwicklung, den wir als Mipim-Award-Nominierten im März kennengelernt hatten. Beide referierten einmal abseits des üblichen Mainstreams mit Begeisterung zu ihren Nischenmärkten, die im Rahmen eines sich verändernden Marktes durchaus auch als Investment-Themen für Privatanleger und Institutionelle Bedeutung gewinnen.

Thomas Grüttner, GF Q-Park zeigte, wie man heute wirtschaftlich Parkhäuser betreiben kann. Grüttner sieht die Aufgabe des Parkhaus-Managements zukünftig nicht nur in der Bereitstellung von Parkraum, sondern vielmehr auch als Dienstleistungsanbieter rund um das Thema Parken. Auch der Ausbau gebührenpflichtiger Parkplätze steht ganz oben auf der Agenda. Der Markt ist riesig. Von 300 Mio. Parkplätzen in Europa sind lediglich 3,6% gebührenpflichtig. Europäische Steuerzahler steuern jährlich 150 Mrd. Euro zum Betrieb von Parkplätzen bei. Da bei Parkhäusern an guten Standorten die Parkgebühr stetig steigen, ist dies Chance für einen Immobilieneigentümer, der am langen Ende, egal in welcher Assetklasse, nur verdient, wenn es gelingt, die Einnahmen zu erhöhen. Deutsche Parkhäuser sind bei den Parkplatzpreisen im europäischen Vergleich heute noch am unteren Ende und böten viel Potenzial.

Parken, Beten, Arbeiten, Singen und Euro-Desaster
Wussten Sie schon, dass die Nachhall-Zeit einer Kirche von acht Sekunden für einen Chor ideal, aber im täglichen Büroalltag eher hinderlich ist. Das lernt man beim Umbau einer Kirche in ein Büro. Schleiff-GF Georg Wilms gab einen Einblick in die Probleme beim Umbau von Kirchen. Wilms zeigte an beeindruckenden Beispielen, was man heute aus alten Kirchengemäuern machen kann. So ist von Büronutzung bis hin zur Wohnraumnutzung alles möglich. Allerdings ist der wirtschaftliche Gedanke weniger der Treiber der Umnutzung, sondern häufig mehr die persönliche Verwirklichung von Investor oder Architekt, denn der Umbau einer Kirche übersteige die Abriss und Neubaukosten oftmals, so Wilms, und bei anschließender Neuvermietung zu 4,80 Euro den Quadratmeter erübrigt sich eine Excel-Tabelle. Das funktioniert nur im Zusammenspiel aller Beteiligten, Förderung und Denkmalschutz.

Dauerbaustelle IVG im Turnaround

Kernthema der Veranstaltung war naturgemäß die IVG, deren neuer VV Professor Wolfgang Schäfers zu einer Art „Antrittsbesuch“ vor die versammelte deutsche Immobilienjournalistenszene trat. Die IVG kundschaftet im Moment die Tiefen des Börsengeschehens aus (siehe Artikel C. Ries, Seite 14 unter http://www.rohmert-medien.de/wp-content/uploads/2012/06/Der-Immobilienbrief-Nr-272.pdf ). Amtsvorgän- ger Dr. Gerhard Niesslein hatte es Mitte 2009 geschafft, die Immobilienjournalisten für die aus externer Sicht unerwartet hohen Probleme der IVG zu sensibilisieren und sich für die Sanierungs-Kernarbeit ein wenig Ruhe zu verschaffen. Wer jetzt nach drei Jahren eine abgeschlossene Sanierungsmeldung und ein Feuerwerk strategi- scher Perspektiven erwartet hatte, wurde enttäuscht. Die IVG befindet sich nach wie vor im Sanierungsmodus. Die IVG werde sich verändern (müssen). Das sei aber eine Aufgabe von 5 Jahren oder auch mehr. Das macht das Paradoxon deutlich, dass die IVG ohne die Krise wohl kaum überlebt hätte. Das war nur möglich über den krisenbedingten Zusammenhalt und vor allem die niedrigen Zinsen.
Zwar sei der Turnaround unter der Voraussetzung weiterhin niedriger Zinsen geschafft, aber der Veränderungsprozess müsse weitergehen. Details zum Zahlenwerk siehe unter Der-Immobilienbrief-Nr-272.pdf

Bei einer 5-Jahres-Turnaround-Periode befinde sich die IVG im Jahr drei. Squaire-Abschreibungen seien nun Vergangenheit. Kritiker unter den Journalisten kann Schäfers im nächsten Jahr selbst überzeugen, wenn die Sommerveranstaltung des immpresseclubs im „The Squaire“ stattfinden könnte.

Euro und (k)ein Ende
Die immpresseclub-Organisation hoffte, nach der Sinn- und Sarrazin-geprägten Diskussion um den Euro mit dem renommierten Chefökonom der Schweizer Gruppe Bank Sarasin, Dr. Jan Amrit Poser, Entwarnung zu hören. Hoffnungsfrohe wurden enttäuscht. Ein Ausstieg Griechenlands hätte für Deutschland und Europa schwerwiegende Folgen. „Wenn der Euro auseinander bricht, wäre auch Nordeuropa bankrott“, so das Fazit Posers.
Bleiben wir also optimistisch. Dennoch liegt ein Jahrzehnt des Schuldenabbaus vor uns. Deleveraging wiederum macht aber die Konjunktur verwundbar. Kein Paradies für die finanzierungs- und nutzerabhängige Immobilienwirtschaft auf der einen Seite, ein Paradies für die Immobilien-Kapitalanlage auf der anderen Seite.

Hier einige Impressionen der Veranstaltung und ihrer Teilnehmer:

Text: Werner Rohmert, Vorstandsvorsitzender immpresseclub e. V.;
Fotos: Falk von Schönfels

Jahresmitgliederversammlung in Berlin am 1.12.2011

Diesmal ohne Schneechaos traf sich der immpresseclub e.V, der Verband deutscher Immobilienjournalisten zu seiner Winterveranstaltung im Berliner Hilton Hotel am Gendarmenmarkt. Über 70 Mitglieder, davon über 50 Journalisten, Referenten und Gäste – soviel wie noch nie – diskutierten über die aktuellen Themen der Branche.

Der stetig wachsende „Verband“, immpresseclub Arbeitsgemeinschaft der deutschen Immobilienjournalisten, ist mittlerweile eine feste Institution im „Journalistenkalender“ geworden. Zweimal im Jahr treffen sich die Mitglieder, um mit Referenten und Gästen über aktuelle Themen der Immobilienwelt zu diskutieren. Ein informelles Abendessen in lockerer Atmosphäre fand – zum dritten Mal – im „Tucholsky“ statt. Die Kollegen konnten ohne Barrieren und ohne Begrenzung untereinander und mit den Gästen wie z. B. dem hervorragend vernetzten Staatsminister Dr. Johannes Beermann diskutieren. Das Team von „Der Immobilienbrief“ organisierte, wie auch in den letzten Jahren die Veranstaltung.

In der vereinsrechtlichen Jahreshauptversammlung des immpresseclub gab es diesmal wenig Diskussionspunkte. 2010 standen alle Ampeln auf „grün“. Der „Verband“ selber gewinnt durch Kontinuität und Präsenz zunehmend an Marktbedeutung – vielleicht, weil sich bei uns auch niemand einen „Verbandshut“ aufsetzt. Die Finanzen sind geordnet. „Ungerechtigkeit der Welt“ gab es nicht zu beklagen. Im Vorstand bleibt alles beim Alten. Der Vorstand wurde einstimmig gewählt.

Vorstandsvorsitzender bleibt Werner Rohmert, „Der Immobilienbrief“/“Der Platow Brief“, mit den Stellvertretern Peter Horn, Süddeutsche Zeitung, und Frank Peter Unterreiner, Immobilienbrief Stuttgart/FAZ (Beilagen).
Schatzmeister bleibt Robert Scholl, der seit Jahrzehnten für Milliarden-Haushaltsplanungen verantwortlich ist. Kassenprüfer bleibt Nikolaus von Raggamby, ehem. Gruner & Jahr, der sich im laufenden Jahr allerdings aus der journalistischen Seite zurückzog.
Auf dem Themenplan standen diesmal die Herausforderungen der Wohnungswirtschaft, Flächen-/ Grundstücksentwicklung, die Entwicklung bei Offenen Immobilienfonds und ein politischer Streifzug durch die bergige Landschaft aktueller Probleme.
Referenten waren: Axel Gedaschko, Präsident des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (siehe Artikel unten), Dr. Joachim Wieland, CEO aurelis Real Estate GmbH & Co.KG (siehe Artikel unten), Dr. Georg Allendorf, Vorstand BVI, und Dr. Johannes Beermann, Staatsminister und Chef der Staatskanzlei Dresden.

Dr. Johannes Beermann bot in der Dinner- Speech einen z. T. vertraulichen Einblick in die politische Landschaft. Er machte zudem den beschränkten Handlungsrahmen der Politik plastisch deutlich. So sind 94% der Ausgaben des sächsischen Länderhaushaltes bereits durch Gesetze festgelegt und nicht disponibel. Vom Rest ist ebenfalls ein hoher Anteil bereits politisch festgelegt. So lassen sich tradierte Förderungen nicht beliebig streichen.
Text: André Eberhard; Fotos Re de Belleroche


Am 31. Mai findet die Sommerveranstaltung des immpresseclub in München statt. Erste Referenten stehen bereits fest und die Organisation läuft auf Hochtouren.

Immobilienjournalisten-Tagung in Köln am 16. Juni 2011

In Köln trafen sich sich die Mitglieder und Gäste der Sommerveranstaltung des immpresseclub, des Verbandes deutscher Immobilienjournalisten.

Vier Themen standen im Focus: Standort Köln mit Besichtigung des „maxCologne“ (ehemaliges Lufthansa-Hochhaus), die Perspektiven in USA, neue Einsichten in die Immobilien-Aktie und die Vorstellung eines visionären Projektes am 100-km Sandstrand bei Königsberg.

Fast 40 Journalisten der Immobilien- und Fonds-Szene kamen. Referenten und einige Vertreter des Förderkreises nutzten die Netzwerkchance. Der ursprünglich für Chefredakteure und verantwortliche Ressortleiter gegründete immpresseclub hat sich für alle Journalisten mit Immobilienschwerpunkt geöffnet. Trotzdem waren immerhin 15 (Chef-) Redakteure der Ursprungszielgruppe dabei. Zwei Veranstaltungen p.a. organisiert das Team des immpresseclub-Vorsitzenden Werner Rohmert.

Am 1. Dezember 2011 geht es nach Berlin; und am 31. Mai 2012 nach München.
Ziel der Veranstaltung, bei der eben nicht ein themenspezifisches, nutzwertorientiertes Programm für zahlende Teilnehmer geschaffen werden muss – der Verband übernimmt alle Kosten und die Journalisten sind die Einladenden und die Praktiker Gäste – ist neben den sozialen Effekten vor allem das Kennenlernen von Köpfen der Immobilienwirtschaft, die für interessante Entwicklungen stehen. So entsteht das Potpourri an Themen eher zufällig. Der „Netzwerk-Austausch“ zog sich auch diesmal bis zur Überforderung der Barkeeper bis kurz vor Sonnenaufgang hin.

Lesen Sie den ganzen Artikel im Immobilienbrief (Pdf).

(Fotos: Re de Belleroche und Thomas Döbel)